Das Fest der Barmherzigkeit Gottes
Die Heilige Kommunion

Die Teilnahme an den Gnaden, die Jesus, der Herr, zum Fest der Barmherzigkeit vorbereitet hat, ist mit der Vollen Teilnahme an der Liturgie der Heiligen Messe verbunden, so auch dem Ampfang der Heiligen Kommunion, mit welchem die Verheißung des vollkommenen Nachlasses der Schuld und Strafe verbunden ist.

Worte Jesu, des Herrn, zu Schwester Faustyna:

Ich will Mich mit den Seelen der Menschen vereinen; Meine Wonne ist es, Mich mit Seelen zu vereinigen (...). Wenn Ich in der heiligen Kommunion ins Herz der Menschen komme, sind Meine Hände voller Gnaden, die Ich den Seelen geben will. Aber sie beachten Mich nicht; sie lassen Mich allein und befassen sich mit etwas anderem. Es macht Mich traurig, daß die Seelen die Liebe nicht erkannt haben. (1385)

O, wie mir das wehtut, daß die Seelen sich so wenig in der heiligen Kommunion mit Mir verbinden. Ich warte auf Seelen und sie sind Mir gegenüber gleichgültig. Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig und sie glauben Mir nicht. Ich will sie mit Gnaden überhäufen - sie wollen sie nicht annehmen. Sie gehen mit Mir um, wie mit etwas Totem, aber Ich habe ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit. Damit du ein wenig Meinen Schmerz erkennst, stelle dir die zärtlichste Mutter vor, die ihre Kinder sehr liebt, doch die Kinder verschmähen die Lieber der Mutter. Betrachte ihren Schmerz, niemand vermag sie zu trösten. Das ist ein blasses Bild und Abbild Meiner Liebe. (1447)

Die Heilige Kommunion im Leben der Schwester Faustyna

Der festliche Augenblick meines Lebens ist der, in dem ich die heilige Kommunion empfange. Ich sehne mich nach jeder heiligen Kommunion; für jede heilige Kommunion danke ich der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Wenn Engel neidisch sein könnten, würden sie uns um zwei dinge beneiden: erstens, um den Empfang der heiligen Kommunion; zweitens, um das Leiden. (1804)

Heute bereite ich mich auf das Kommen des Königs vor. Was bin ich, und was bist Du, o Herr, König der Herrlichkeit - der ewigen Herrlichkeit.

O Herz, bist du dir bewußt, wer heute zu dir kommt? Ja, ich weiß es, aber seltsamerweise kann ich das nicht begreifen. Wäre es nur ein König, aber es ist der König der Könige, der Herr der Herrscher. Vor Ihm erbebt alle Macht und Gewalt. Heute kommt Er in mein Herz. Ich höre, daß Er naht, eile Ihm entgegen und lade Ihn ein. Als Er die Wohnung meines Herzens betrat, wurde meine Seele von so großer Ehrerbietung ergriffen, daß sie bestürzt zu Seinen Füßen in Ohnmacht fiel. Jesus reicht ihr Seine Hand und ließ sie gütig neben Sich sitzen. Er besänftigte sie: Du siehst, Ich habe den Thron des Himmels verlassen, um Mich mit dir zu vereinigen. Was du siehst, ist lediglich der Saum und schon fällt deine Seele vor Liebe in Ohnmacht; doch wie wird dein Herz erstaunt sein, wenn du Mich in der ganzen Herrlichkeit erblickst? Aber ich will dir sagen, daß das ewige Leben schon hier auf Erden seinen Anfang durch die heilige Kommunion nehmen muß. Jede heilige Kommunion macht dich fähiger, in der Ewigkeit Umgang mit Gott zu pflegen. (1810)